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BELT Themen

Ein Belt.

Eine Region.

Viel lokales Potenzial.

Die BELT Themen sind im Projektverlauf aufkommende Themen, die als Querschnitts- oder Implementierungsthemen identifiziert und klassifiziert werden. Querschnittsthemen (Q-Themen) betreffen diejenigen Bereiche, die mehrere Orte der Belt Region betreffen – hierzu zählen beispielsweise inhaltliche Fragen der Konversion oder rural-urbane Gefüge. Implementierungsthemen (I-Themen) sind solche, die praktische Vorgehensweisen zur tatsächlichen Umsetzung von Maßnahmen oder den Umgang mit spezifischen Herausforderungen diskutieren. 

 

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Die Themen

Erkundung regionaler Perspektiven: Eine frostige Expedition

Guldborg

Nakskov

Nysted

Exploring Regional Perspectives: A Chilly Expedition

Nakskov

Nakskov

Nysted

Exploring Regional Perspectives: A Chilly Expedition

Nysted

Nakskov

Nysted

Im Februar 2024 begaben sich die Forscher:innen des BELT-Projekts auf eine kalte, aber interessante Expedition zu den Winterbadestellen in Guldborg, Nysted und Nakskov. Trotz der frostigen Luft bot die Reise durch die Befragung von Fokusgruppen einen tiefen Einblick in die Region.
Unter dem Aspekt der Regionalentwicklung bietet die bevorstehende Fehmarnbelt-Querung eine bemerkenswerte Chance, die gesamte Region auf beiden Seiten des Fehmarnbelts neu zu gestalten. Die BELT-Initiative geht diese Reise mit einer dezentralen Perspektive an und weicht von der gängigen Darstellung der Fehmarnbelt-Querung als reine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hamburg und Kopenhagen ab. Stattdessen versucht die Initiative, das gesamte Potenzial der Region zu erschließen, indem sie die lokalen Kapazitäten und nachhaltigen Entwicklungsmöglichkeiten genau erfasst.
Die BELT-Initiative verfolgt einen netzwerk- und akteurszentrierten Ansatz und zielt darauf ab, eine gemeinsame und lokal verwurzelte Planungsvision für die Fehmarnbelt-Region zu entwickeln. Diese Vision wird durch ein komplexes Geflecht lokaler Initiativen und regionaler Perspektiven entwickelt und spiegelt ein Planungsethos wider, das tief in der Region selbst verankert ist und die ihr innewohnenden Fähigkeiten hervorhebt.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Erkundung des bestehenden Lebens und der Lebendigkeit in zahlreichen Gebieten der Region. Vor allem die Hafenstädte, die sich oft einer reichen, geschichtsträchtigen Identität rühmen können, sind ein eindrucksvolles Beispiel. Auf dieser Grundlage haben wir uns darauf konzentriert, die Initiativen zum Winterschwimmen in der Region zu erfassen. Diese lokal verankerten Bemühungen werfen ein Schlaglicht auf bestehende Aktivitäten, die außerhalb der traditionellen Sommermonate florieren.
Im Kern geht es bei diesem Projekt um die Erkenntnis, dass gelebte Erfahrungen unser Verständnis von regionaler (ungleichmäßiger) Entwicklung tiefgreifend prägen. In Anlehnung an das aufkeimende Feld der Geografien der Verkörperung und der Begegnungen untersucht unsere Studie das komplizierte Zusammenspiel zwischen Individuen und ihrem Einfluss auf die regionale Entwicklung, und zwar durch das Prisma ihrer gelebten Erfahrungen.
Unsere vorläufigen Ergebnisse bestätigen das entschlossene Engagement der Region für die Förderung von Vereinen und Basisinitiativen von Grund auf. Wir sind gespannt darauf, dieses Vorhaben auf ein breiteres Spektrum von Bereichen auszudehnen, um das lebendige Bild der Region noch weiter zu schärfen.

Verfasst von Anders Lund Hansen, Lasse Koefoed & Astrid Laura Dam Jensen

Bei einem gemeinsamen Stadtrundgang durch das Neustädter Entwicklungsgebiet Hafen und Bahnhofsumfeld sowie im Rahmen eines Austausches im Bauamt der Stadt Neustadt in Holstein wurden sowohl die Chancen der Hinterlandanbindung durch die Feste Fehmarnbeltquerung als auch Fragen der Flächennutzung und des Flächenverkaufs sowie der Entwicklung von Gewerbeflächen und Logistikparks diskutiert. Auch Möglichkeiten zur Vermeidung von Transiträumen und Vernetzungsformate wurden thematisiert.

Ein Stadtrundgang durch Neustadt 

Notitzen aus dem Besuch in Neustadt

In der öffentlichen Diskussion um die Feste Fehmarnbeltquerung stehen vor allem Fragen der notwendigen Hinterlandanbindung und der Schieneninfrastruktur im Vordergrund. Obwohl die Bauarbeiten auf Fehmarn und in Rødby bereits begonnen haben, bestehen in den Regionen des sogenannten Hinterlandes verschiedene Unklarheiten und es mangelt an transparenter Kommunikation.

Offene Fragen sind z.B. die notwendige Flächeninanspruchnahme durch die Schieneninfrastruktur, wodurch Ländereien in Anspruch genommen werden. Umgekehrt erfordert dies den Verkauf durch Landwirte, wobei es nicht nur um Grund und Boden, sondern vor allem um Existenzen geht. Gleiches gilt für den Umgang mit der freien Landschaft, wenn Gewerbegebiete und Logistikparks entlang der Autobahn geplant und entwickelt werden. Es scheint an vorausschauenden und konstruktiven Ansätzen sowie an Transparenz zu fehlen.

Die Hinterlandanbindung führt auch dazu, dass regional bedeutsame Schienennetze - wie die Bäderbahn in Ostholstein - aufgegeben werden. Diese Aufgabe betrifft nicht nur Tourist:innen, sondern auch die Pendler:innen der Region. Gleichzeitig verlieren die ostholsteinischen Bäder damit ihre schnelle und umweltfreundliche Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Unschärfen machen deutlich, dass die Regionen und Städte Ostholsteins nicht zu reinen Transitorten werden dürfen. Vielmehr sollten die Qualitäten der Orte in die Planung der Gesamterschließung einbezogen und mit ihnen behutsam umgegangen werden.

Neben den Unsicherheiten und vielleicht auch der mangelnden Transparenz ist aber für einige Orte und Städte schon heute klar, dass sie von der Festen Fehmarnbeltquerung und der Hinterlandanbindung profitieren werden, weil sie besser angebunden, besser erreichbar und besser vernetzt sein werden und gleichzeitig keine erhöhten Lärmemissionen befürchten müssen.

Grundsätzlich ist zu betonen, dass es derzeit noch an einem räumlichen Verständnis für die Region und die Entwicklungschancen fehlt, da vor allem die Dringlichkeit und die negativen Folgen der Hinterlandanbindung sowie die Möglichkeiten der Vermeidung im Vordergrund stehen. Daher ist es notwendig, Transparenz zu schaffen, Menschen und Räume zusammenzubringen und zu vernetzen. Um eine solche Vernetzung zu erreichen, bedarf es geeigneter Formate, in denen sich Menschen informell zusammenschließen und Städte, Gemeinden und Orte über fachliche Netzwerke wie z.B. ein gemeinsames Hafennetzwerk zusammenfinden.

Beigetragen von Anika Slawski & Anna Sofie Hvid

Partnerships

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