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Konzept 1
Visual Links

Die Thematik des Projektes Visual Links - dominants in the townscape beschäftigt sich mit der Wissenschaft des Flanierens. Die beiden untersuchten Städte Neustadt in Holstein und Stubbekøbing werden

durch den Sinn des Sehens erkundet. Zentrale Fragestellung für die Untersuchung ist: Sind die Sichtachsen gleichzeitig auch die Wegeverbindungen durch die Stadt? Eine weitere Frage lautet: Wie

sehr beeinflusst der Blick und das unterbewusste Wahrgenommene die Laufrichtung? Diese Fragestellungen werden mit dem Aspekt möglicher Barrieren im Stadtraum weiter konkretisiert. Hierbei wird darauf geachtet, ob das Gehen entlang der Sichtachsen problemlos möglich ist oder ob bauliche beziehungsweise natürliche Hindernisse den Weg kreuzen und behindern. Zudem wird auf Höhenunterschiede, Wetterbedingungen sowie Wohlfühlorte entlang der Routen geachtet. Die Städte werden zu Fuß von dem zentralen Platz beziehungsweise dem Hauptort des Ankommens ortsfremder

Menschen erkundet. Die Routen ergeben sich aus den vier Himmelsrichtungen. Während des Flanierens wird einzig den Intuitionen durch die umgebenen räumlichen und baulichen Strukturen gefolgt. Dabei kann die Route durch von außen einwirkende Faktoren beeinflusst werden. Für die Analyse wird die These » Bauliche Dominanten wirken als Anziehungspunkte und Orte, die Interesse wecken, während Räume mit geringer Aufenthaltsqualität schneller passiert werden « formuliert.

Methodik

Schwarzplan von Stubbekøbing mit Wegerouten o.M

Die Routen in Stubbekøbing starten an der zentralen Bushaltestelle am nördlichen Hafen. Dieser Ort hat zudem eine besondere Bedeutung, da viele Menschen mit der Fähre anreisen. Aufgrund der Begrenzung des Wassers im Norden ergeben sich lediglich drei Routen. Alle führen durch das historische Zentrum der Stadt,

enden jedoch an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet. Während der Begehung der Stadt bestanden besondere Wetterbedingungen aufgrund von Kälte und Schnee. Insgesamt kann die Fragestellung, ob die Sichtachsen gleichzeitig auch die grundlegenden Wegeverbindungen der Stadt darstellen mit » Ja « beantwortet werden. Innerhalb des Stadtkerns befinden sich kaum bauliche oder natürliche Barrieren. Lediglich parkende Autos stellen

für Fußgänger*innen erschwerte Querungen der Straßenräume dar. Städtebaulich zeigen sich geschlossene und historische Bebauungen mit gliedernden Raumkanten entlang der Routen. Westlich des alten Silos am Hafen befinden sich jedoch räumlich nicht gefasste Flächen, auf welchen eine negative Wahrnehmung aufgrund der Schlechten Orientierung herrscht. Auffallend sind die zahlreichen abgerundeten Gebäudeecken in der Stadt, welche eine beruhigende Wirkung erzeugen. An vielen Stellen ergibt sich eine Blickbeziehung mit der Stadtkirche. Diese erweckt großes Interesse. Ob sie als Zielort oder nur kurzer Aufenthaltsort fungiert ist jedoch davon abhängig, mit welchem Blick man auf die Stadtkirche und den angrenzenden Platz trifft. Die Endpunkte stellen Orte da, von denen keine spannenden Elemente im Sichtfeld erscheinen und zu einer Umkehr bewegen.

Routen und Ergebnisse

Die Routen in Neustadt starten am Bahnhofsplatz westlich des Hafens. Aufgrund der Begrenzung des Wassers und unzugänglichen Hafenflächen im Süden ergeben sich auch hier drei Hauptrouten. Diese führen zum Industriegebiet im Westen, dem Binnenwasser im Norden und dem historischen Zentrum im Osten. Während der Begehung der Stadt war es leicht bewölkt. Die Beantwortung der Fragestellung, ob die Sichtachsen gleichzeitig auch die grundlegenden Wegeverbindungen der Stadt darstellen wird im Vergleich zu Stubbekøbing nur mit teilweise beantwortet. Bauliche Barrieren werden hier vor allem in Form von vielbefahrenen Straßen sowie Baustellen wahrgenommen. Städtebaulich zeigen sich

im Stadtzentrum geschlossene und historische Bebauungen mit gliedernden Raumkanten, während in den restlichen Teilen oft undefinierte Räume mit weitläufigen Straßenräumen das Erscheinungsbild bestimmen. Die Route in die Altstadt wird am deutlichsten von baulichen Elementen beeinflusst. Die Kirche sowie

das Stadttor stellen Interesse weckende Gebäude dar. Auf den anderen Routen ergaben sich weniger spannende Bestandteile. Die Endpunkte stellen hier nur zum Teil Orte da, von denen keine spannenden Elemente im Sichtfeld erscheinen und die zu einer Umkehr bewegen. Die Zielorte am Wasser und am

Stadttor, laden mit einem schönen Blick sowie Flächen mit hoher Aufenthaltsqualität zum Verweilen ein.

Routen und Ergebnisse

Die Städte Neustadt in Holstein und Stubbekøbing verfügen über eine ähnliche städtebauliche Struktur in Bezug auf das Stadtzentrum. Das Flanieren durch diese Bereiche der Stadt weist daher ähnliche Wahrnehmungen und Elemnte, welche die Routen beeinflussen auf. Insgesamt fällt die Wahrnehmung der Stadträume innerhalb der

gegliederten Altstädte mit Straßenfluchten und Orientierungsachsen am positivsten aus. Auch die geringe Verkehrsbelastung

sowie großflächige Platzsituation wurden positiv wahrgenommen. Ein auffälliger Unterschied fällt bei der Betrachtung beider Karten auf. Während in Neustadt alle Routen tatsächlich in die jeweiligen Himmelsrichtungen führen, erstrecken diese sich in Stubbekobing vollständig innerhalb des Stadtzentrums. Grundsätzlich

sind Tendenzen der Bewegungsrichtung durch Sichtachsen zu erkennen. Jedoch ist der Einfluss des Wetters nicht zu unterschätzen. Bei ähnlichen Bedingungen, könnten die Differenzen zwischen den Routen in den Städten geringer sein. Zudem spielen viele weitere Faktoren, die nicht auf den Bildaufnahmen oder den Routen zu erkennen sind, eine Rolle. Es muss bedacht werden, dass jeder Weg mit unterschiedlichen Intentionen angetreten wird. Sollen tendentiell schöne Orte besucht werden, möchte man einen möglichst weiten Weg zurück legen oder hat man besondere Vorlieben oder Ziele, wie die Innenstadt zu erreichen oder einen besonders schönen

Blick auf das Wasser zu haben? Dies sind unterbewusste Aspekte, welche die Ergebnisse beeinflussen. Damit ist im Vergleich zwar klar zu erkennen, dass sich Neustadt prinzipiell als Stadt stärker auffächert, aber insgesamt kann durch die Anwendung dieser Wissenschaft keine finale Aussage über die beiden Städte getroffen werden.

Vergleich der Städte

Schwarzplan von Neustadt in Holstein mit Wegerouten o.M

Saskia Fleischer und Christian Schönekeß

SPM 1 Planen und Bauen International I WiSe 23/24

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